Demokratie auf Probe
Horizonte Nr. 149
Dass alle sich beratschlagen können, ist das Herzstück der Demokratie. Doch diese Möglichkeit kann missbraucht werden, um sich in die richtige Position zu bringen. Die Gegenseite wird kleingemacht, die emotionalen Parolen können bis zu totaler Polarisierung führen. Die Gruppierung mit anderen Ansichten wird nur noch als Feind betrachtet, nicht mehr als Teil des mitbestimmenden Demos. Demokratien können zum Glück auch anders funktionieren, etwa ähnlich wie typische Diskurse in den Geisteswissenschaften: Argument und Gegenargument werden beleuchtet. Am Schluss steht manchmal ein Konsens. Der so lange hält, bis jemand bessere Argumente einbringt und Konsens wieder neu ausgehandelt werden muss. So bleibt dieses Wissen dauerhaft in Bewegung.
Interview über die Prinzipien
«Wie wertvoll ist es, mitreden zu können, unabhängig vom Resultat?»
Beteiligung für das breite Volk
Acht Ideen für fairere demokratische Entscheidungsfindung
Lücken beim Mitreden
Frauen, Ausländer, Kinder: Wer nicht klar dazugehört
Wissen ist nicht Allheilmittel
Warum technokratische Ambitionen die Demokratie bedrohen



